So können Sie Ihre Essensgewohnheiten ändern

Sie machen es sich abends auf der Couch gemütlich und gehen dann wie hypnotisiert an den Schrank mit Süßigkeiten. Kennen Sie das auch? Die Handlung läuft ganz unbewusst ab und später wundern Sie sich, dass die Chips-Tüte leer ist. Die Herausforderung ist, bestimmte Verhaltensmuster umzuprogrammieren. Leichter gesagt als getan. Ja, stimmt. Aber es kann gelingen.

Wir Menschen sind Gewohnheitstiere und haben bestimmte Verhaltensmuster über Monate oder gar Jahre verinnerlicht. Das ist wie Autofahren: Sie müssen nicht überlegen, wann Sie bremsen, Gas geben, den Blinker setzen usw. Das war nicht immer so. In der Fahrschule mussten Sie das lernen und später trainieren. Jede Handlung haben Sie zunächst bewusst gemacht, bis sie irgendwann unbewusst war.

Tagtäglich haben wir Tausende Gedanken. Haben Sie eine Idee, wie viele es täglich sind? Wissenschaftliche Studien haben herausgefunden, dass wir pro Tag bis zu 70.000 Gedanken haben. Diese Gedanken steuern natürlich auch unsere Entscheidungen. Nur 0,05 Prozent nehmen wir aktiv wahr. Der Rest ist in unserem im Unterbewusstsein verankert.

Programmieren Sie Ihren Autopiloten neu

Das Ziel ist, neue Gewohnheiten so zu konditionieren, dass sie selbstverständlich werden oder alte Gewohnheiten, die wir verinnerlicht haben, abzutrainieren. Und das bedeutet: Raus aus der Komfortzone, was Ihr Schweinehund so gar nicht mag. Bloß keine Veränderungen!

Wenn Sie Gewohnheiten umstellen möchten, dann haben Sie Geduld und starten Sie langsam! Schließlich haben sich die schlechten Gewohnheiten ja auch nicht von heute auf morgen eingeschlichen. Ich sage bewusst „eingeschlichen“, denn genauso wie sich schlechte Gewohnheiten eingeschlichen haben, können sich auch gute Gewohnheiten, also gesunde Alternativen einschleichen. Damit meine ich, dass Sie zunächst aktiv darüber nachdenken, bis sie schlussendlich ganz normal werden – wie beim Autofahren.

Beispiel:

  • Sie essen abends unbewusst vor dem Fernseher Chips.
  • Es ist Ihnen klar, dass das nicht gut ist.
  • Sie denken sich Alternativen aus (Möhrchen knabbern, Raum verlassen…).
  • Sie nehmen diese Umstellung bewusst wahr.
  • Im Laufe der Zeit verankert sich die Umstellung in Ihrem Unterbewusstsein,
  • Ergebnis: Sie knappern abends unbewusst Möhrchen vor dem Fernseher. Ziel erreicht!

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!