Bild: Kopfkino

So motivieren Sie Ihren inneren Schweinehund – Teil 2

Unser innerer Schweinehund (innere Stimme) hat keine Lust auf Veränderungen. Es soll bitte immer alles schön so bleiben, wie es ist. Das ist schließlich bequem und einfach. Wie kann es Ihnen gelingen, diese Komfortzone zu verlassen?

Ein weiterer Tipp von mir: Setzen Sie Ihr Kopfkino ein und malen Sie sich aus, welchen Gewinn Sie haben, wenn Sie Ihr Vorhaben umsetzen!

Das Ganze sollten Sie möglichst konkret und oft machen, damit sich Ihr Vorhaben im Unterbewusstsein verankert. Malen Sie sich im Kopf aus, wie Sie sich fühlen, wenn Sie es geschafft haben, ein Verhaltensmuster zu ändern. Je öfter Sie diese Bilder abrufen, desto leichter wird es, einer Versuchung zu widerstehen.

Warum Kopfkino?

Weil wir so für anstehende Herausforderungen vorbereitet sind. Sicherlich haben Sie schon mal ein Rennen im Fernsehen gesehen. Die Fahrer gehen vor dem Start die Strecke im Kopf mit geschlossenen Augen durch, um auch schwierige Kurven zu meistern. Das heißt, die Fahrer bereiten sich mental auf die bevorstehenden Situationen vor und haben einen Plan, wie sie diese bewerkstelligen.

Genau dieses Vorgehen können wir in unseren Alltag adaptieren. Beispiel: Sie gehen einkaufen und sagen sich „Nein, es landen keine Süßigkeiten, Chips & Co in dem Einkaufwagen“. Die Versuchung im Supermarkt ist natürlich groß. Deshalb schalten Sie spätestens bei der Fahrt zum Einkauf Ihr Kopfkino ein. Sie malen sich aus, wie Sie an den Regalen, die mit verheißungsvollen Leckereien gefüllt sind, einfach vorbeigehen und wie Sie dann den Supermarkt verlassen, ohne dass Sie den Versuchungen erlegen waren. Sie fühlen sich stolz, dass Sie die Aufgabe gemeistert haben.

Je öfter Ihnen das gelingt, desto weniger müssen Sie noch darüber nachdenken, Süßigkeiten etc. einzukaufen. So können Sie Automatismen, also bestehende Gewohnheiten ändern. Und weil zu Hause dann keine Süßigkeiten vorhanden sind, können Sie diese auch nicht unbewusst essen.

Wie ist es bei Ihnen? Meine Wenigkeit bewundert Menschen, die sich eine Tafel Schokolade eine Woche oder sogar länger aufteilen und jeden Tag nur ein bisschen davon genießen. Bei mir ist das leider anders: Ist die Tafel Schokolade erst einmal im Haus, muss Sie schnellstens vernichtet werden. Für mich braucht es deshalb auch kein Mindesthaltbarkeitsdatum auf Schokoladentafeln, da sie bereits lange vorher verspeist sind. Genau aus diesem Grund verzichte ich darauf, Schokolade oder andere kulinarische Verführungen im Haus zu haben.

Kopfkino bei anderen Gelegenheiten einsetzen

Wenn Sie beispielsweise eigentlich keine Lust haben, zum Sport zu gehen. Sobald diese Situation eintritt, dann malen Sie sich in Ihrem Kopf aus, wie es Ihnen anschließend geht. Gut fühlend unter der Dusche und voller Tatendrang.

Ich möchte Sie dazu motivieren, diese Art des mentalen Trainings zu nutzen, um Ihre Ernährung umzustellen. Bestimmt haben Sie auch Situationen, in denen Sie wie ein Autopilot funktionieren und unbewusst essen. Verinnerlichen Sie diese und malen Sie sich aus, wie Sie diesen widerstehen können. Welche Alternativen kann es für Sie geben, ein ungewolltes Verhalten zu unterbrechen? Vielleicht Gartenarbeit, Aufräumen, Entrümpeln, Kreuzworträtsel, Sudoku, Badewanne, Musik hören, Spazierengehen, einen Tee trinken, Freunde anrufen?

Diese Alternativen sind Ihr Drehbuch für Ihr persönliches Kopfkino. Erstellen Sie eine Liste mit für Sie geeigneten Maßnahmen! Kleben Sie diese in Ihre Wohnung, an den Kühlschrank, auf den Spiegel im Badezimmer oder packen Sie sie in Ihre Handtasche.

Und dann verinnerlichen Sie diese. Definieren Sie Vorsätze wie „Was werde ich tun, wenn ich essen will, obwohl ich keinen Hunger habe? Welche Vorteile habe ich von der Alternativhandlung? Wie stolz fühle ich mich anschließend, wenn ich es geschafft habe? Happy End!

Gerne unterstütze ich Sie dabei, dass auch Ihr Kopfkino ein Happy End hat.