In Europa hat Dr. Otto Buchinger das Fasten bekannt gemacht. Er hat sich damit Anfang des vergangenen Jahrtausends von Rheuma und anderen Gelenkerkrankungen befreit. Auch heute ist das Fasten nach Buchinger eine der renommierten Methoden. Neben Tee und Wasser gibt es frischen Saft in geringen Mengen sowie eine Fastensuppe. In Bad Pyrmont gibt es auch eine Buchinger Klinik. Hier dauert die Fastenzeit in der Regel zwei bis vier Wochen. Doch auch ein einwöchiges Fasten kann vieles bewirken.
Jeder von uns fastet. Denn nicht umsonst heißt unser Frühstück im englischen breakfast. Auch wenn wir krank sind, fasten wir. Der Appetit fehlt. Der Körper sendet Signale aus, dass er sich jetzt einfach nicht mit der Verdauung belasten möchte. Er will sich erst einmal darum kümmern, gesund zu werden.
Warum ist Fasten so gut?
Ich vergleiche das gerne mit einem Frühjahrsputz. Wie fühlt man sich, wenn man die Garage, die Wohnung oder den Schreibtisch aufgeräumt hat? Die wieder hergestellte Ordnung steigert das Wohlbefinden.
Während einer Fastenwoche schafft auch der Körper Ordnung – er räumt innerlich auf, indem er unnötigen Ballast über Bord wirft und ausreichend Zeit hat, zu regenerieren. Dieser Ausscheidungsprozess sollte über möglichst viele Organe erfolgen:
- über die Niere durch ausreichende Zufuhr von Flüssigkeiten
- über die Leber durch Leberwickel
- über die Galle und den Darm durch eine vollständige Darmentleerung, den Einlauf
- über die Haut durch die Anregung der Durchblutung bei reichlicher körperlicher Bewegung
- über die Lunge durch vertieftes Atmen bei Bewegung an der frischen Luft
Das Fasten kann sich sowohl auf unseren Körper als auch auf unseren Geist positiv auswirken:
Auf den Körper:
- innere Reinigung
- verbesserte Durchblutung
- Regeneration der Muskeln durch Säureabbau
- Blutdruckstabilisierung
- Reduzierung des Körpergewichts
Auf den Geist:
- intensiveres Träumen
- hinterfragen der gewohnten Lebensweise / Wunsch nach Veränderung – Selbstfindungsprozess
- Euphorie
- bewussteres Erleben
Wann sich das dazugehörige Wohlbefinden einstellt, ist bei jedem unterschiedlich und kann auch in einer Fastenwoche unterschiedlich sein. Manchmal stellt sich bereits in der Woche ein Hochgefühl ein (Fasteneuphorie), in der Regel aber erst danach.
Manche sagen, dass man beim Fasten, wie beim Computer, auf den Reset-Knopf drückt und neu startet. Es kann so auch ein Neubeginn sein, um seine Ernährung umzustellen.Anschließend bewerten Sie Dinge, die sonst selbstverständlich erscheinen, zum Beispiel ein gerade aus dem Backofen kommendes warmes Brötchen, ganz anders. Oder die frische Tasse Kaffee, oder, oder, oder. Die Geschmacksnerven und der Geruchssinn, teilweise schon abgestumpft, werden sensibilisiert.
Ich persönlich faste seit mehreren Jahren regelmäßig und bin jedes Mal stolz auf mich, eine Woche auf Essen und Genussmittel zu verzichten. Das steigert auch mein Selbstbewusstsein.
Fasten – was passiert mit dem Körper?
Der Körper wird beim Fasten dazu gezwungen, auf innere Reserven zurückzugreifen. Davon haben wir in der Regel mehr als genug.
Als erstes werden die angelegten Kohlenhydratreserven in Gestalt des Glykogens in Muskeln und Leber abgebaut. Der Blutzuckerspiegel sinkt, was manchmal zu Kopfschmerzen führen kann. Deshalb ist es wichtig, viel zu trinken.
Dieser Speicher ist in maximal 24 Stunden aufgebraucht. Dann geht der Körper an das vorhandene Eiweiß (Proteine), das vor allem in Muskeln gelagert ist und wandelt es in energiereichen Zucker um.
Leichtes Ausdauertraining kann den Abbau Ihrer Muskeln verlangsamen.
Am dritten Tag ist bei vielen Fastenden das bohrende Hungergefühl verschwunden.
Für den Körper ist das Stress, sodass Hormone, wie Adrenalin, ausgestoßen werden. Das kann einerseits zu einem Energieschub und zur Stimmungsaufhellung führen, andererseits aber auch zu schlechterem Schlaf.
Spätestens ab dem vierten Tag geht der Körper ans Fett. Da der Körper kaum Kohlenhydrate erhält, entstehen bei der Fettverbrennung große Mengen sogenannter Ketosäuren. Das sind sozusagen Ersatzkohlenhydrate, die ausreichen, den Körper mit Energie zu versorgen.
Zu Risiken und Nebenwirkungen …
Wie bereits beschrieben, bedeutet eine Fastenzeit für den Körper Stress. Deshalb lautet meine Empfehlung, dass vor allem Personen, die das erste Mal fasten, ein Seminar unter professioneller Anleitung buchen. Diese gibt es beispielsweise auf der Webseite www.fasten-wander-zentrale.de.
Gerne unterstütze ich Sie bei der Auswahl eines geeigneten Anbieters. Kontaktieren Sie mich!