Bild von Ernährungsberaterin Nicole Gauger bei einer Fastenwoche

Rückblick von meiner Fastenwoche in Kühlungsborn

Wer mich näher kennt, der weiß, dass ich jedes Jahr zweimal eine Fastenwoche einlege. Nicht zu Hause, sondern an einem anderen Ort und in der Gruppe. So war ich vergangene Woche in Kühlungsborn zum Fasten. Diesmal habe ich meine Erfahrungen für Sie protokolliert, sodass Sie einen Eindruck davon bekommen, was in einer Fastenwoche passiert.

Bild vom Strand in Kühlungsborn Tag 1: Gut angekommen startet meine Fastenwoche wie üblich mit dem Glaubern, also das Trinken von Glauber- oder Bittersalz. Damit wird der Darm entleert. Das hat vor allem den Vorteil, dass man weniger Hunger hat. Das schmeckt nicht wirklich gut. Viele sagen, dass die Darmentleerung das Schlimmste am Fasten sei. Ich bin da entspannt. Nase zuhalten, das Salz trinken und ordentlich nachspülen. Der Abend bzw. die Nacht verläuft zwar unruhig, dennoch ist es sehr erleichternd 😉.

Bild von StrandspaziergangTag 2: Jetzt geht es los. Die Nacht war zwar mehrmals von Toilettengängen unterbrochen, aber ich fühle mich gut. Morgens gehe ich mit meinem Hund eine Runde am Strand spazieren und genieße die Ruhe. Auf dem Rückweg habe ich den Fehler gemacht und bin an der Promenade an einem Bäcker vorbeigelaufen. Es roch nach frisch gebackenem Brot und Brötchen. „Warum tust Du Dir das an“, fragte ich mich mal wieder.

Unsere Gruppe absolvierte einen herrlichen Strandspaziergang und genossen das Wetter und das Meeresrauschen. Teilweise gingen wir schweigend, sodass wir das Knatschen unserer Schritte im Sand gehört haben. Diese Ruhe, dachte ich, und ließ meine Gedanken schweifen.

Anschließend gab es einen Obst-Gemüsesaft, den wir langsam gelöffelt haben. Welch ein Genuss! Nachmittags habe ich mich entspannt und freute mich auf die Fastensuppe am Abend. Eine Fastensuppe ist eine klare Gemüsebrühe ohne feste Bestandteile, die im Mund zerkleinert werden müssten. Schließlich signalisiert Kauen dem Magen, das „Nachschub“ kommt und Magensäure produziert wird. Die Teilnehmer, die das erste Mal fasten, haben mich und andere Wiederholungstäter ungläubig angeschaut und uns gefragt, was denn am Fasten so toll sei.

Bild vom Wald in KühlungsbornTag 3: Auch heute habe ich den Tag mit einem Spaziergang mit meinem Hund gestartet. Dieses Mal bin ich nicht an der Bäckerei vorbeigelaufen. Soweit bin ich noch nicht gefestigt.

Bei unserem heutigen Waldspaziergang haben wir die Ruhe genossen, sind in uns gegangen und dabei unsere Gedanken kreisen lassen. Denn Fasten bedeutet nicht nur körperlichen, sondern auch seelischen Ballast abzuwerfen. Es ist, als wenn man den Reset-Knopf des eigenen Körpers drückt.

Auch mir wird mal wieder klar, womit ich mich in meinem Alltag unnötig beschäftige und wo die Prioritäten liegen. Etwas aufgewühlt erreichen wir unsere Unterkunft. Abends in der Gruppe diskutieren wir, was dabei hilft, den Körper runterzufahren. Dennoch schlafe ich sehr unruhig.

Bild von Strandkörbe am Strand in KühlungsbornTag 4: Üblicherweise habe ich an dem vierten Tag morgens mein Hängerchen. Mir fällt es schwer, aufzustehen und habe Kreislaufprobleme. Der Körper stellt sich jetzt auf die innere Ernährung um. Mir ist das von meinen bisherigen Fastenwochen bekannt und weiß, dass das ein gutes Zeichen ist. Ab unter die Dusche und raus an die frische Luft! Anschließend fühle ich mich gleich wesentlich besser. So habe ich auch die heutige Wanderung und den Nachmittag in der Sauna genossen.

Abends haben wir eine Dokumentation über das Fasten gesehen, die anschaulich beschreibt, welche positiven Auswirkungen das Fasten auf die Gesundheit hat. Sehr empfehlenswert!

Bild von der OstseeTag 5: Was mir immer wieder beim Fasten zu schaffen macht, ist die Tatsache, dass ich wenig schlafe. Der Grund ist einfach: Die Verdauungsorgane haben keine Arbeit und deshalb braucht der Körper weniger Schlaf. Doch nach nur fünf Stunden Schlaf fühle ich mich topfit. Mein Körper hat auf die innere Ernährung umgestellt und ich habe kein Hungergefühl mehr. Meine morgendliche Runde mit meinem Hund beende ich, indem ich an Hotels vorbeigehe, in denen Gäste frühstücken. Ich empfinde keinen Neid, wenn ich die Brötchen, Eier, Marmelade usw. sehe. Ganz im Gegenteil. Ich verspüre sogar einen leichten Ekel, könnte mir im Moment nicht vorstellen, so etwas zu essen.

Bild von Apfel mit ZimtTag 6: Nun ist meine Fastenwoche zu Ende. Traditionell wird das Fastenbrechen mit einem Apfel eingeläutet. Ich genieße es, wieder etwas zu kauen, schaffe es aber nicht, den Apfel aufzuessen.
In dieser Fastenwoche habe ich erneut viel Inspiration und neue Gedanken getankt. Ich fühle mich entschleunigt und motiviert, Ideen umzusetzen.

Wenn auch Sie überlegen, eine Fasten-Woche einzulegen, aber unsicher sind, dann kontaktieren Sie mich! Gerne beantworte ich Ihre Fragen.