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Zartbitterschokolade versus Vollmilchschokolade

Gehören Sie auch zu den Schokoladen-Freaks? Dann ist es vielleicht für Sie interessant, wenn man die Zartbitterschokolade mit der Vollmilchschokolade vergleicht.

Kilokalorientechnisch ist zwischen den beiden Varianten kein allzu großer Unterschied. Die Vollmilchschokolade schlägt mit etwa 535 kcal pro 100 Gramm zu Buche und die Zartbitterschokolade mit 75 % Kakaoanteil mit circa 523 kcal.

Soweit so gut. Allerdings hat Vollmilchschokolade durchschnittlich 53 Gramm Kohlenhydrate, die vollständig aus Zucker bestehen. Zartbitterschokolade wiederum hat nur 28 Kohlenhydrate und damit 28 Gramm Zucker. Ich möchte natürlich nicht verschweigen, dass Zartbitterschokolade einen Fettanteil von 41 Gramm hat und Vollmilchschokolade „nur“ 32 Gramm. Der Grund ist der höhere Kakaoanteil bei der Zartbitterschokolade. (Quelle: https://www.bmi-rechner.net/kalorientabelle.htm)

Warum ist Zartbitterschokolade dennoch die bessere Alternative?
Da die Vollmilchschokolade zu mehr als 50 Prozent aus Zucker besteht, steigt beim Verzehr unser Blutzucker sehr schnell an. Jetzt muss die Bauchspeicheldrüse ran und viel Insulin produzieren, damit der Zucker aus unserem Blut in die Zellen wandert. Dann sinkt der Blutzuckerspiegel wieder sehr rasch, was Heißhunger auslösen kann. Bei der Zartbitterschokolade ist das vergleichsweise etwas entspannter, da sie weniger Zucker hat.

Ein weiterer Punkt ist, dass Zartbitterschokolade deutlich mehr sekundäre Pflanzenstoffe beinhaltet als die Vollmilchschokolade. Ist ja irgendwie logisch, denn Kakao ist nun einmal eine Pflanze und davon hat die Zartbitterschokolade einen höheren Anteil als die Vollmilchschokolade. Vielleicht denken Sie gerade, dass doch auch das Fett der Vollmilchschokolade Kakao beinhaltet. Ja, das ist richtig, aber laut Stiftung Warentest „haben diese Sorten (Milch- und Vollmilchschokolade) einen Gesamtkakaoanteil von mindestens 25 beziehungsweise 30 Prozent. Doch zieht man die Kakaobutter davon ab, bleibt nicht mehr viel. Der vorgeschriebene Mindestgehalt an fettfreier Kakaomasse beträgt gerade mal 2,5 Prozent.“

Kommen wir auf die sekundären Pflanzenstoffe zurück. Sie schützen Pflanzen beispielsweise vor Krankheiten oder Schädlingen. Auch wir Menschen profitieren von ihnen. So beinhaltet Kakao beispielsweise Flavonoide. Laut Wikipedia werden „ihnen besonders antioxidative Eigenschaften zugeschrieben“. Hinzu kommt, so ein Ergebnis einer Studie, dass die Flavonolen, eine andere Form der Flavonoide, die Arterien-Elastizität verbessern und den Blutdruck reduzieren kann.

Die Ernährungsexpertin Birthe Wulf empfiehlt dass man nur kleine Mengen dunkler Schokolade zu sich nehmen sollte. Ihre Empfehlung lautet 20 Gramm pro Tag. Da gebe ich Birthe Wulf recht. Denn 20 Gramm dunkle Schokolade sind immerhin 8,2 Gramm Fett und schlagen außerdem mit etwa 104 kcal in unserer Energiebilanz zu Buche. Die Dosis macht bekanntermaßen das Gift. Genießen Sie einen Riegel dunkle Schokolade zu bestimmten Anlässen. So bleibt die Schokolade etwas Besonderes, die Sie dann ohne Reue naschen können.